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Alle wollen das Richtige – und nichts passiert. Was nun?

was ist das Richtige im Sinne dieses Artikels?

Die nachhaltige Erhöhung der Zahl der Organspender ohne ethisch-moralische Grundsatzdebatten, ob es zumutbar ist, einen Widerspruch einzulegen, wenn man kein Organspender sein will oder ob eine Widerspruchslösung (fälschlicherweise) als Zwangsabgabe diffamiert werden darf.

 

Der nordrheinwestfälische Gesundheitsminister Laumann (CDU) beklagt zu Recht, dass Angehörige oft überfordert sind, wenn sie im Moment des Hirntods eines Angehörigen gefragt werden, wie es denn der Angehörige mit einer Organspende hält bzw. hielt.

Draüberhinaus gibt es halt einen ganz eklatanten Widerspruch zwischen der Aussage „Ich möchte Organspender sein“ (z.B. durch das Tragen eines Organspenderausweises) und der Patientenverfügung, in der jemand aussagt, dass er keine lebensverlängernden Massnahmen wünscht. Eine Organspende ist nur möglich, wenn im Rahmen der Hirntodfeststellung und der Explantation Maschinen Herz und Kreislauf aufrecht erhalten.

Was könnte ein Lösung sein?

Nun, in der Wirtschaftssoziologie gibt es den Begriff des sog. Nudging. Nudging bedeutet, dass es oftmals besser ist, den Menschen einen „Anstubser“ zu geben, anstatt Verbote oder Gebote zu erlassen.

Wie könnte das wirken im Organspende- und TP-Bereich?

Folgender Vorschlag: Wir bauen ein Register auf, in dem Menschen ihre Meinung zur eigenen Organspende darlegen können, z.B. „ich möchte ein Organspender sein“. Diese Menschen, und nur diese, erhalten im Rahmen einer möglichen Empfängerallokierung durch EUROTRANSPLANT, einen Bonus auf ihre persönliche Wartezeit. Normalerweise bilden im Wesentlichen Dringlichkeit, Gewebeverträglichkeit, Wartezeit und Alter die Grundlage für die Empfängerfeststellung. Hier käme dann eben noch der Punkt der eigenen Spendewilligkeit hinzu. Natürlich müsste die Bevölkerung darüber aufgeklärt werden, z.B. durch Broschüren für jeden Haushalt in Deutschland.

Wer einer Organspende widerspricht, kann natürlich diesen Bonus nicht erhalten.

Und falls jemand widersprochen hat und nun ein Organ benötigt, kann er seinen Widerspruch zurückziehen, wenn er dies dank besserer Einsicht in die Problematik will.

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