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Reaktionen auf unseren Offenen Brief vom 3.6.2022 an alle Gesundheitsminister

Am 4.6.2022 war der jährliche Tag der Organspende.

Wir haben in einem Offenen Brief an alle Gesundheitsminister in Deutschland auf die Missstände hingewiesen und einen konstruktiven Vorschlag gemacht.

 

Wir haben von den 17 angeschriebenen Ministern eine Antwort erhalten, die kam aus NRW und ging nicht auf unsere Kernforderungen eines Runden Tisches ein.

 

Wir haben Ende Juli nachgehakt und haben am 3.8.2022 und am 10.8.2022 die folgenden Antwort aus Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz erhalten.

Bei Eingang weiterer Antworten wird diese Seite aktuell gehalten.

 

BaWü:

„Sehr geehrte Frau Knepper,

 

als zuständiges Fachreferat hat Herr Minister Lucha uns beauftragt, Ihr Schreiben zum „Runden Tisch Organspende“ zu beantworten.

 

Im Jahr 2006 hat Baden-Württemberg das damalige Aktionsbündnis Organspende ins Leben gerufen. In diesem Gremium sind alle an der Organspende Beteiligten vertreten. Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft, die Transplantationszentren, die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), die Krankenkassen, die Rentenversicherung, die Ärzte- und Apothekerschaft, die kommunalen Landesverbände sowie die Patientenorganisationen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Organspende in Baden-Württemberg zu unterstützen. Die Geschäftsstelle des Bündnisses ist beim Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration angesiedelt. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite www.organspende-bw.de

 

Mit diesem Expertengremium werden aktuelle Themen und Gesetzesänderungen beraten genauso wie öffentlichkeitswirksame Aktionen geplant und durchgeführt werden. Das Bündnis Organspende hat sich für Baden-Württemberg bewährt. Bundesweit wird das Bündnis Organspende als beispielhaft wahrgenommen und hat auch einzelne Nachahmer gefunden.

 

Auch wenn das Konzept eines regionales Rates nicht eins zu eins auf die Bundesebene zu übertragen ist, halten wir einen „Runden Tisch Organspende auf Bundesebene“ im Rahmen bereits bestehender Maßnahmen für eine weitere Möglichkeit, die Organspende zu unterstützen.

 

Wie Sie unserer Pressemeldung zum Tag der Organspende entnehmen können, hat sich Herr Minister Lucha erst kürzlich gemeinsam mit der DSO Region Baden-Württemberg pro Widerspruchslösung positioniert. Herr Minister Lucha begrüßt die Entscheidung der Schweiz für die Widerspruchslösung als solidarischen Schulterschluss mit allen Patientinnen und Patienten, die dringend auf eine lebensverlängernde Organspende warten. Weiter hält er es für wichtig, die bundespolitische Debatte über die Einführung der Widerspruchslösung erneut anzustoßen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Vorname Name (Name der Redaktion bekannt)

 

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration

Baden-Württemberg

Referat 54 – Besondere Versorgungsbereiche, Ethik in der Medizin

Geschäftsstelle Bündnis Organspende Baden-Württemberg

Tel.: 0711 123-….

 

Adresse:

Else-Josenhans-Straße 6

70173 Stuttgart“

 

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RLP:

Sehr geehrte Frau Knepper,

herzlichen Dank, dass Sie mir den Offenen Brief zum Tag der Organspende der Initiative ProTransplant nochmals persönlich haben zukommen lassen.

Das Thema Organspende liegt mir sehr am Herzen. Ich freue mich, dass ich aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation innerhalb der letzten Monate sowohl beim Tag der Organspende in Mainz als auch auf Veranstaltungen in Schulen, Krankenhäusern und im Rahmen einer Plenarsitzung der Landesregierung das Thema Organspende – und insbesondere die Notwendigkeit die Spenderbereitschaft weiter zu fördern – thematisieren konnte.

Es ist mir ein großes Anliegen, als Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz das Thema Widerspruchslösung/opt-out Regelung erneut im Deutschen Bundestag zur Debatte zu bringen. Denn um die tiefgreifende Änderung zu erwirken, die das Organspendegeschehen in Deutschland braucht, braucht es neben klaren Worten eindeutige Neuregelungen.

Ich weiß, dass diese Stellungnahme für Sie keine Besserung Ihrer Situation bedeutet und allenfalls ein Hoffnungsschimmer ist. Mir ist bewusst, dass die politischen Wege oft langwierig sind, was für viele Menschen auf der Warteliste fatal ist. Seien Sie versichert, dass ich diese Aufgabe und Verantwortung ernst nehme, dass ich nicht müde werde das Thema Organspende und Widerspruchslösung voranzutreiben und dass die erneute Debatte auf Bundeseben mein erklärtes Ziel ist.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass wir diese Herausforderung mit Unterstützung aller Akteure gemeinsam bewältigen.

Mit freundlichen Grüßen
In Vertretung

Dr. Vorname Nachname (Name der Redaktion bekannt)
_____________

MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT UND GESUNDHEIT Mittlere Bleiche 61
55116 Mainz
Fax +49 6131 16 2…
ministerbuero@mwg.rlp.de
www.mwg.rlp.de

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