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Wozu Organspende? Warum die Widerspruchslösung? Eine Lagedarstellung.

I Sachstand

 

In Deutschland sterben jedes Jahr ca. 1.100 Patienten auf der Warteliste für eine Organspende.

 

Es kann jeden treffen.

 

Die Warteliste umfasst ca. 10.000 Menschen, Jung und Alt, Kinder, Väter, Mütter, Enkel, Omas, Kraftfahrer, Manager, Beamte und Arbeitslose. Von den 10.000 warten ca. 8.000 auf eine Niere, ca. 2.000 warten auf Herz, Leber, Lungen, Bauchspeicheldrüse.

Die Wartezeit auf eine Niere beträgt mittlerweile ca. 8 Jahre, auf eine Leber ca. 1,3 Jahre, auf ein Herz ca. 2,4 Jahre, auf Lungen ca. 1,2 Jahre.

Für alle, die auf Herz, Leber, Lungen oder Bauchspeicheldrüse warten, heißt es entweder rechtzeitig eine Organspende zu erhalten oder zu sterben. Und: „alle“, bedeutet: Dies könnte morgen auch Dein Angehöriger sein!

Für Menschen mit Nierenversagen gibt es eine dauerhafte Ersatzlösung: die Dialyse. In Deutschland benötigen ca. 85.000 Menschen (> 0,1% der Bevölkerung) diese Form der Nierenersatztherapie. Nierenversagen bedeutet im Wesentlichen: 3 x in der Woche für jeweils fünf Stunden an eine Dialysemaschine angeschlossen zu werden, die das Blut von Giftstoffen reinigt und den Körper entwässert, denn Menschen mit Nierenversagen können nicht mehr Wasser lassen. Sie dürfen fast nichts trinken und viele „gesunde Sachen“ nicht oder nur in kleinsten Mengen essen (z.B. Obst, Gemüse, Vollwertprodukte).

 

Zu den Kosten für Dialyse siehe bitte ans Ende des Artikels.

 

Wer kann überhaupt Organe spenden?
Es gibt Lebendspenden und postmortale Spenden.

 

Lebendspenden: Von bestimmten Verwandten ersten Grades oder Ehepartnern kann eine Niere oder ein Leberlappen gespendet werden. Alle anderen Organe werden postmortal gespendet.

 

Was bedeutet „postmortale Spende“ in Deutschland?
Eine postmortale Organspende wird verunfallten oder sehr kranken Patienten entnommen, die einen unumkehrbaren Hirnfunktionsausfall (früher „Hirntod“) erlitten haben.

Dieser unumkehrbare vollständige Hirnfunktionsausfall wird von zwei speziell qualifizierten Ärzten, unabhängig voneinander, aufgrund eines sehr detaillierten Protokolls (Definition durch Bundesärztekammer) festgestellt. Damit diese Person zum Organspender wird, muss diese Person zu Lebzeiten einen Organspendeausweis ausgefüllt haben und/ oder seine Angehörigen entsprechend informiert haben und/ oder eine entsprechende Patientenverfügung hinterlegt haben. Die Angehörigen können und sollen im Fall des unumkehrbaren Hirnfunktionsausfalls den mutmaßlichen Willen des Hirntoten bezogen auf eine Organspende gegenüber den Ärzten erklären, d.h. ohne Vorliegen eines Organspendeausweises können auch die Angehörigen einer Organspende zustimmen oder diese verweigern. In der Regel akzeptieren die Angehörigen den Willen des Hirntoten. Dieser Weg der Zustimmung ist im deutschen Transplantationsgesetz als „erweiterte Zustimmungslösung“ definiert. Der Wunsch dieser Menschen, Organspender sein zu wollen, wird in Deutschland im Zusammenwirken von Krankenhäusern, Transplantationszentren und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) umgesetzt.

 

Was sind die Gründe für die o.g. langen Wartezeiten auf eine Organspende in Deutschland?
Es gibt einen Wert, der die Organspendebereitschaft einer Bevölkerung beschreibt: die Anzahl der Organspender pro 1 Million Einwohner. Der Wert für Deutschland ist über die Jahre immer weiter gesunken und liegt in Deutschland für 2017 bei 9,3, so niedrig wie noch nie.

Zum Vergleich Zahlen für 2017: In Spanien lag dieser Wert bei über 40, in Kroatien lag er bei 31,8, in Belgien bei 30,6, in Österreich bei 23,5, in den Niederlanden bei 14,3.

 

Diese unglaublich niedrige Spenderzahl hat fatale Folgen für die Menschen auf der Warteliste: Sie warten bei uns im Durchschnitt acht Jahre auf eine Niere, in Österreich hingegen nur 18 Monate, in Spanien sogar nur zwölf Monate!

 

Aus welchen Gründen gibt es diese Unterschiede bei den Wartezeiten? Alle genannten Länder sind vom medizinischen Standard mit Deutschland vergleichbar. Nun, vergleichen wir den Tabellenführer Spanien mit dem Tabellenletzten Deutschland: Es gibt zwei wesentliche Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland das Transplantationswesen betreffend:

 

  1. 1) Spanien hat mit der Gründung der Organización Nacional des Trasplantes (ONT) sein Transplantationswesen zentralisiert und verstaatlicht.
  2. Die ONT untersteht dem Gesundheitsministerium und ist für die Spendererkennung, Spenderbehandlung, Gesprächsführung mit den Angehörigen und der Organisation aller für die Organspende relevanten Abläufe zuständig. In Spanien führt man die hohe Zahl der Organspenden insbesondere auf den Einsatz hauptamtlicher Transplantationskoordinatoren zurück. Dies sind speziell geschulte Intensivmediziner, die die Aufgabe haben, potenzielle Spender in den Krankenhäusern zu identifizieren und Gespräche mit den Angehörigen zu führen.
  3.  
  4. 2) In Spanien gilt die sog. Widerspruchslösung, d.h., jeder ist dort automatisch Organspender, außer er/ sie widerspricht ausdrücklich durch Eintrag in einem Register. (In einigen Ländern gibt es auch „Anti-Organspendeausweise“, d.h. es gibt kein nationales Register, nur der mitgeführte Ausweis gibt Hinweise darauf, dass jemand kein Organspender sein will.)

 

Zu 1) Spanien:
Schauen wir zunächst auf die Transplantationskoordinatoren, die es in Deutschland in den Entnahmekrankenhäusern auch gibt, in Deutschland heißen sie Transplantationsbeauftragte. In der Regel sind sie weder freigestellt noch sind ihre Aufgaben und Kompetenzen abschließend beschrieben. Sie sollen sich halt „kümmern“. Es gibt nicht wenige von ihnen, die zu dieser Rolle gekommen sind wie die Jungfrau zum Kind. In der Realität haben sie etliche andere Aufgaben, zusätzlich sollen sie sich halt darum kümmern, potenzielle Organspender (auf den Intensivstationen der sog. „Entnahmekrankenhäuser) zu identifizieren.

 

Darüber hinaus ist das Transplantationswesen in Deutschland weder verstaatlich noch zentralisiert. In Deutschland sind die Entnahmekrankenhäuser in privater, kommunaler und bundesländischer Trägerschaft. Erschwerend kommt hinzu, dass es über das Moralisch-Ethische hinaus so gut wie keinen Anreiz für ein Krankenhaus gibt, potenzielle Organspender zu erkennen. Es gibt in Deutschland eine rühmliche Ausnahme. Seit dem 1.1.2017 sind die Transplantationsbeauftragten in bayerischen Entnahmekrankenhäusern genau für diese Aufgabe teilweise freigestellt. Bayern ist das einzige Bundesland, in dem die Organspenden 2017 gestiegen sind, und zwar um 18%.

 

Es gibt einen kleinen Lichtblick für die Zukunft, den Punkt 1 betreffend: Er findet sich im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD in den Zeilen 4640 bis 4642: „Wir wollen die Zahl der Organspenden in Deutschland erhöhen. Dazu werden wir eine verbindliche Freistellungsregelung für Transplantationsbeauftragte schaffen und diese finanzieren. Die Organentnahme wird höher vergütet.“

Entsprechend dieses Passus hat Bundesgesundheitsminister Spahn, CDU, Ende August 2018 dazu eine Gesetzesänderung angekündigt.

 

Wird eine solche Lösung, wann immer sie konkret umgesetzt werden wird, das Problem lösen?

Nein!

 

Zu 2) Widerspruchslösung:
In mittlerweile 18 EU- und insgesamt 24 Ländern Europas gilt die Widerspruchslösung. Nur noch in Deutschland, Rumänien, Dänemark, Litauen, Großbritannien und in der Schweiz gilt die Zustimmungslösung. Frankreich hat 2017 die Einführung der Widerspruchslösung beschlossen, die Niederlande haben dies im Februar 2018 beschlossen. Begründung: Verringerung der Wartezeiten auf ein Organ. Im September 2018 hat Bundesgesundheitsminister Spahn die Einführung der Widerspruchslösung auch für Deutschland angeregt und eine breite gesellschaftliche Diskussion angestoßen.

 

Aus welchen Gründen wurde die Widerspruchslösung in Deutschland bisher nicht eingeführt?

 

Aus Umfragen wissen wir, dass die Organspendebereitschaft in Deutschland generell hoch ist. Ca. 80% der Befragten äußern sich positiv zur Organspende, gleichzeitig besitzt nur ca. ein Drittel der Bevölkerung einen Organspendeausweis.

 

Was sind die Gründe?

Es gibt einige:

  1. 1) Die meisten werden wohl ahnen, dass es einen Unterschied gibt zwischen der theoretischen Zustimmung/ dem Wohlwollen gegenüber Organspenden einerseits und der konkreten Umsetzung (dieser theoretischen Zustimmung) in Form des Tragens eines Organspenderausweises. Dazwischen liegt nämlich die konkrete Auseinandersetzen mit dem eigenen (Hirn-)Tod. Nicht wenige haben Angst davor, vorzeitig für tot erklärt zu werden, „um an die Organe ranzukommen“.
  2. Die wenigsten wissen um die oben geschilderte Not in den Entnahmekrankenhäusern/ bei den Transplantationsbeauftragten.
    Ganz kurz zum Prozess: wird ein möglicher Spender/ Hirntoter (Definition s.o.) erkannt, müssen zwei Ärzte unabhängig voneinander, diesen sog. Hirntod feststellen. Ist der Patient Organspender (oder haben nach Befragen seine Angehörigen einer Organspende zugestimmt), werden die Blutgruppe/ Gewebeeigenschaften der Organe der europäischen Stiftung EUROTRANSPLANT in Leiden (NL) gemeldet. Diese entscheidet anhand der „besten Passung“ und der Dringlichkeit, wer auf der Warteliste welches Organ bekommen soll. Angeschlossen an EUROTRANSPLANT sind Deutschland, BeNELux, Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn. Spender und Empfänger kommen also nicht immer aus demselben Land. Deutschland ist „Organ-Importland“, d.h. dass Deutschland von der erheblich höheren Zahl der Organspenden in den bei EUROTRANSPLANT angeschlossenen Ländern profitiert.
  3.  
  4. 2) Bleiben wir bei dem unumkehrbaren Ausfall der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod). Aus medizinhistorischer Sicht ist der Hirntod ein Novum, der Organspenden erst möglich macht. Ohne Organspendemöglichkeit würden bei Vorliegen des Hirntodes die herz- und kreislauferhaltenden Maschinen abgeschaltet, sodass dann auch kurzfristig der Herztod eintritt. Viele Befürworter der Organspende und der Widerspruchslösung finden zu Worten wie „Auch wenn der Tod meines Angehörigen so schmerzhaft ist, so kann er/ sie doch durch die Organspende Leben retten.“
    Aus medizinethischer Sicht kann der Hirntod belastend sein für die behandelnden Ärzte und Pfleger, weil sie ab dem Moment der möglichen Organspende die Therapie in Richtung Organerhaltung ändern (müssen). Darüber hinaus sagen Kritiker der Organspende u.a., dass durch die Organspende der Sterbeprozess gestört werde.
  5.  
  6. 3) Im Jahre 2011 gab es in Deutschland in vier Transplantationszentren „Organspendeskan-dale“. Was war passiert?
    Eins vorweg: in keinem Fall ging es um Bereicherung der Ärzte oder der Kliniken, es ging nicht ums Geld! Es ging darum, dass in einzelnen Transplantationszentren Richtlinienverstöße gegen das Transplantationsgesetz festgestellt wurden. Die größte Erschütterung der Organspendebereitschaft kam aus Göttingen: dort wurden einige Patienten, die auf eine lebensrettende Lebertransplantation warteten, von einem Arzt „kränker“ gemacht, dadurch stiegen diese auf der Warteliste weiter nach oben und erhielten wahrscheinlich eher eine Leber als wenn ihre Daten nicht manipuliert worden wären. Ähnliche Vorfälle gab es auch in Berlin, Heidelberg und München. Alle Fälle kamen vor Gericht, alle Ärzte wurden freigesprochen, ein Fall wurde sogar vom BGH bestätigt: ein Tötungs- oder Körperverletzungsvorsatz könne dem Arzt nicht vorgeworfen werden.
    Gleichwohl wurde wegen dieser Vorfälle 2012 das Transplantationsgesetz geändert: die Manipulation von Patientendaten kann mit Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden.

 

Was sagen die Kirchen?
Die beiden christlichen Kirchen in Deutschland bezeichnen Organspende als „letzten Akt der Nächstenliebe“. Auch der Islam (mit Ausnahme der wahabitischen Auslegung des Korans) sieht es ebenfalls so.

Was sagt Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag?
„Wer nicht spenden will, muss vorher ‘Nein’ sagen. Notwendig wäre ein Register, in das man sich eintragen kann, wenn man nicht bereit ist, zu spenden.“

Empfehlenswert ist ein Register analog zu dem Widerspruchsregister in Frankreich. Dort kann jeder seinen Widerspruch telefonisch, schriftliche (Brief/ Mail) oder im Self-Service abgeben/ ändern/ löschen.

 

Es kann jeden treffen.

 

Was sagen andere? (seit Vorliegen der katastrophalen Organspenderzahlen für 2017)

 

Alles nachzulesen hier.

 

II Bewertung

 

Es kann jeden treffen.

Eine verschleppte Grippe, eine plötzlich auftretende Autoimmunerkrankung oder eine Geburt (der Mutter) können zum Organversagen und somit zur Warteliste (oder zum Tod) führen.

wir verfolgen das Thema Organspendermangel seit ca. 28 Jahren intensiv. Seit 28 Jahren wird von der Politik und anderen Willensbildnern argumentiert, dass wir mehr Aufklärung zu diesem Thema benötigen, damit Menschen sich bereit erklären, Organspender zu werden. Ich versuche, mit diesem Artikel aufzuklären. Gleichzeitig sind in den letzten 28 Jahren die Wartezeiten und damit die Situation für die Betroffenen immer schlechter geworden, sodass ich zu dem Schluss komme, dem Beispiel von 24 Ländern Europas zu folgen. Das Modell der Aufklärung hat in Deutschland leider komplett versagt.

 

Nur das Zusammenwirken zwischen der bundesweiten Freistellung der Transplantationskoordinatoren in den Entnahmekrankenhäusern und der Einführung der Widerspruchslösung durch eine Novellierung des deutschen Transplantationsgesetzes können eine wesentliche Verkürzung der Wartezeiten auf ein Organ und somit eine Reduzierung von Leid und der Anzahl von ca. drei Toten pro Kalendertag bewirken. Durch die Widerspruchslösung kann jede Person, die aus welchen Gründen auch immer keine Organspenderin sein will, sicherstellen, dass sie dies nicht wird: durch das Einlegen eines Widerspruchs, idealerweise in einem noch zu schaffenden Register (idealerweise einem Register analog zu Frankreichs Register).

 

Was uns sehr wichtig ist: Durch die Widerspruchsmöglichkeit wird niemand in seinen Rechten eingeschränkt. Gleichzeitig wird es immer sehr viele Menschen geben, die sich, warum auch immer, für dieses Thema nicht interessieren oder ihre Lücke zwischen theoretischer Zustimmung und Umsetzung durch das Tragen eines Organspenderausweises nicht schliessen können. Diese würden durch die Widerspruchslösung (im Hirntodfall) zu potenziellen Organspendern. Ich muss klar sagen: Das ist der große Nutzen der Widerspruchslösung; daß die og. Lücke so viel leichter geschlossen werden könnte.

Mir wäre es natürlich lieber, jeder würde sich zu Lebzeiten entscheiden. Egal, ob dafür oder dagegen. Mit einer Entscheidung erspart man seinen Angehörigen einen großen Konflikt, im Fall des Falles.

 

Entscheide Dich!

 

Jeder möge sich fragen: Was wünsche ich mir, wenn mein Kind, mein Partner, meine Mutter plötzlich auf ein Herz, eine Leber, eine Niere angewiesen ist? Will ich dann die bestmögliche Behandlung oder akzeptiere ich den nahenden Tod für das Kind, den Partner, den Vater? Und, wenn mein Kind, mein Partner, meine Mutter und ich als Angehöriger die bestmögliche Therapie, also die Transplantation wollen: Wo soll das Organ herkommen, wenn so wenige Menschen Organspender sein wollen. Es geht eben nicht immer und ausschließlich darum, was gegeben oder nicht gegeben werde könnte. Es geht auch darum, dass Deine Angehörigen auf ein Organ angewiesen sein könnten (Gott möge es verhüten) und weiterleben können sollen.

 

Es gibt kein Recht auf Organspende.

 

Es gibt auch keine Pflicht auf Organspende, auch bei einer Widerspruchslösung nicht. Jeder kann widersprechen. Manche halten dies für unzumutbar. Alle Leidenden, ihre Angehörigen und alle anderen Unterstützer halten die Abgabe eines Widerspruchs für zumutbar. Das ist der Kern des Konflikts.

Es sollte jedoch das Recht auf die bestmögliche Therapie geben.
Für alle, die dies wollen.

Und es muss das Recht auf Widerspruch gegen Organspende geben.
Für alle, die dies wollen.
Für die, die nichts wollen, trifft der Staat/ die Gesellschaft die Entscheidung analog zum Erbrecht: Setzt man kein Testament auf, so kommt es zur gesetzlich vorgesehenen Erbfolge. Legt man keinen Widerspruch ein, so käme es bei der Widerspruchslösung zur gesetzlich vorgesehenen Organspende.

 

Es kann jeden treffen.

 

III Fazit/ Empfehlungen/ Forderungen

 

Wir brauchen die Freistellung aller Transplantationsbeauftragten in den Entnahmekliniken für alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Identifikation von möglichen Organspendern und der Kommunikation mit den Angehörigen und EUROTRANSPLANT.

Wir brauchen eine bessere Vergütung für Krankenhäuser für die Dauer der Hirntodfeststellung und die Explantation.

Und, wir brauchen die Einführung der Widerspruchslösung durch Änderung des Transplantationsgesetzes.

 

 

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Zu den Dialysekosten
Die jährlichen Kosten für einen Dialysepatienten betragen ca. € 30.000 bis 35.000, demzufolge die jährlichen Kosten für Dialyse ca. € 2,76 Mrd.
Eine Nierentransplantation kostet ca. € 14.000 bis € 55.000 (je nach Quelle), arithmetisches Mittel ca. € 34.000. Theoretisch könnten also für die ca. 8.000 auf eine Niere Wartenden bei einer Reduktion der Wartezeit von z.Zt. 8 Jahren auf 1 Jahr (z.B.) Dialysekosten von ca. € 1,8 Mrd. eingespart werden. (8.000 Patienten x € 32.500 Jahresdialysekosten x 7 Jahre).

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